Gedanken zum Mitnehmen
# 41
30. März 2026
Nicht-Verscheuchbares

Zwei Tauben haben sich in unserer Nachbarschaft niedergelassen. Sie nutzen einen Balkon unserem Haus gegenüber, um beisammen sein zu können.
Unser Nachbar versucht nun schon seit Wochen, das neue Zuhause der Tauben, das eben seins ist, für diese unbewohnbar zu machen. Immer mehr stachelige Drähte zieren die Holzbalken und möglichen Sitzflächen. Woche für Woche kommen neue hinzu. Aber die Tauben kehren immer wieder zurück und finden irgendwo ein neues, zufriedenstellendes Plätzchen.
Ich beobachte dieses „Schauspiel“ schon lange und frage mich, ob mein Nachbar wohl siegen oder ob er irgendwann kapitulieren und bereit sein wird, die Tauben einfach in sein Leben zu lassen?
Sinnbildlich gibt es in unser aller Leben immer wieder Dinge, die uns zufliegen, die wir aber nicht an uns ranlassen möchten und deshalb regelmäßig verscheuchen. Aber manches lässt sich einfach nicht verscheuchen. Und dann verstehe ich dieses Nicht-Verscheuchbare als Gottesbotschaft: Gott „bombardiert“ mich so lange mit etwas, bis ich bereit bin, es in mein Leben zu lassen oder es als meine Aufgabe anzunehmen.
Kennst du auch so etwas? Dann ist jetzt vielleicht eine gute Zeit, mit den Tauben ins Gespräch zu kommen, statt neue Drähte zu kaufen. Was meinst du?
Eure

(Jugendreferentin)
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