Hochfest Allerheiligen am 1. November

Die Kirche feiert heute das große Dankfest für die Erwählung unzähliger Menschen, wie sie Johannes in seiner großartigen Vision der Versammlung aller Geretteten vor dem Thron Gottes schaute: „Dann sah ich eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen…Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott… Wer diese sind? Es sind die, die aus der großen Drangsal kommen“ (Offb 7, 9f.14). Der Seher sah eine unzählige Zahl von Heiligen, Männer und Frauen, Bekannte und Unbekannte. Sie sind Jesu Einladung gefolgt und haben in seiner Nachfolge Gottes Anspruch, aber auch Zuspruch erfahren.

Sie kommen aus großer Bedrängnis, d. h., sie sind nicht ungeschoren durchs Leben gegangen, sie haben Leid, Krisen und Katastrophen erfahren. Was sie auszeichnet, ist jedoch, dass sie nicht dabei stehengeblieben sind, sondern Bewältigung versucht haben, Heil und Heilung gesucht haben. Sie haben sich nicht gefangen nehmen lassen von den Sorgen dieser Welt, sie sind darin nicht untergegangen, sondern sie haben Kraft und Hoffnung aus dem Heiligen geschöpft.

Sie haben daran geglaubt, dass der Heilige, Gott, immer noch mehr Möglichkeit hat, als Menschen je sehen können, dass Seine Hand sie hält. Das hat Ihnen Energie verliehen, über das sichtbare und Greifbare hinauszugehen, ihr Leben zu meistern und auf den Heiligen zuzugehen.

Wir können zu Ihm gehen. Er akzeptiert uns, trotz aller Unvollkommenheiten, trotz Fehler und Versagen, trotz alles Menschlich-Beschränkten und Unheiligen. So gehören wir auch zur Schar der Heiligen unserer Kirche alle möglichen seltsamen, komischen, merkwürdigen, exzentrischen, liebenswerten, skurrilen Typen und viele andere. Sie passen nicht in ein System oder unter eine Norm. Gott sei Dank gibt es in Gottes Sammlung so viele verschiedene und einzigartige Exemplare. Die Sammlung Gottes ist nie komplett, in ihr gibt es immer noch Platz für jeden und jede von uns.